Eine Geschichte, die «sticht»

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Das Verhalten der ausgewachsenen Insekten und der Larven ermöglicht es, die Mückenarten Culex (Stechmücke, oben) und Anophèles (Fiebermücke, unten) zu unterscheiden.

In der Umgebung von Pouta-Fontana wohnt man nicht sehr ruhig. In vierjähriger Feldarbeit hat Grégoire Raboud 17 Mükkenarten im Reservat bestimmt und so die Unruhestifter entdeckt. Es sind Wandermücken, deren Name Aedes vexans auf den Humor der Wissenschafter und die "Begabung" dieser Insektenart hinweist: Mobilität und Lust auf Menschenblut.

Zu einem bestimmten Zeitpunkt der Entwicklung sind viele Insekten empfindlich auf Angriffe eines Bazillus (Bacillus thuringensis). Diese Empfindlichkeit tritt um den sechsten Lebenstag der Larve von Aedes vexans ein. Sind sie angesteckt, können die Larven ihre letzte Häutung nicht vollziehen und sterben. Weil der Bacillus thuringensis seine Aggressivität innert weniger Stunden verliert, ist es wichtig, ihn zur richtigen Zeit am richtigen Ort einzusetzen, wenn man ein bestimmtes Ziel erreichen und zufällige Schäden an anderen Arten vermeiden will.

Die Weibchen von Aedes vexans legen Eier in feuchten Schlamm, sodass diese aufbrechen, sobald ein wenig lauwarmes Wasser sie benetzt. In Pouta-Fontana hält man im Spätherbst den Wasserspiegel künstlich hoch, um die Anzahl zu begrenzen und die Legefläche einzuengen; schliesst man im Frühling die Schleuse, wenn die Wassertemperatur 12 °C erreicht hat, werden Orte und Zeiten der Behandlung genau bestimmt.

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