Einige Säugetiere des Waldes

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Als baumbewohnendes Tagnagetier baut das Eichhörnchen sein Nest aus Ästen; es gleicht demjenigen der Elster.

Die Säugetiere des Waldes entgehen dem Beobachter oft, weil sie weniger zahlreich sind als die Vögel, dazu still und meistens nachtaktiv. Das ist vor allem der Fall beim Baummarder, Zwillings- und Waldbruder des Steinmarders, der in unsern Dachböden geistert. Dieser Fleischfresser, der behende auf Bäume klettert, ernährt sich von Vögeln und kleinen Säugetieren. Der Baummarder hat sein Quartier in Holzhaufen, hohlen Bäumen oder - in Nestern des Eichhörnchens. Jedermann kennt dieses baumbewohnende Nagetier, denn es ist tagaktiv, stürmisch auf der Flucht und in allen unseren Wäldern bis zur obersten Baumgrenze verbreitet. Es schätztzwar Nüsschen, Beeren und Pilze, aber man erkennt es vor allem an den Trieben der Nadelbäume, die den Boden unter seinen Nahrungsplätzen bedecken, oder an den Zapfen, die es zerpflückte, um die kleinen Samen einzeln herauszuklauben. Im Juli dringen die Eichhörnchen des Schattenhanges zwischen Charrat und Chalais gerne in die Aprikosenplantagen ein, um die Kerne der noch unreifen Früchte zu geniessen.

Ein Dachsenpaar

Auch der Dachs ist zu Gast in den Kulturen: im Herbst verraten Kotspuren seine Vorliebe für Trauben. Sein Bau - Zentrum des Familienlebens - zeichnet sich durch höchste Sauberkeit aus, was daran erkennbar ist, dass er seine Verrichtungen in kleine Vertiefungen tätigt, die wie zu Toiletten gruppiert sind. Auf seinen nächtlichen Gängen ist der Dachs recht stürmisch und lässt unverkennbare Merkmale zurück: eine Spur aus deutlichen, wohlausgerichteten Krallenabdrücken, die er im Schmutz der Wege hinterlässt, und die vielen kleinen konischen Löcher, die er in den Wiesenboden gräbt, wenn er Engerlinge sucht.

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