Landwirtschaft

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Ein Blick zurück

Wiedehopf

Das Lied einer einsamen Feldlerche über den gepflügten Ackern von Vouvry, eine Bachstelze auf der Suche nach ihrem bescheidenen Futter in der ausgeschossenen Saat bei Visp; der rauhe Ruf einer Rabenkrähe, die nicht weiss, wohin sie sich im Gewoge des Raps von Collombey setzen soll; der Gesang des Girlitz zwischen zwei Spalieren Golden-Apfelbäumen in Saxon, der zögernde Flug eines Weisslings über einer Tomatenpflanzung bei Fully, der Leiergesang des Grünfinken, das Klicken des Distelfinken in den verbleibenden Baumgärten von Sitten, all das lässt Zweifel an der Bedeutung der Fauna in den Kulturen aufkommen. Selbst wenn man den Buchfink, die Elster, den Star, die Amsel, die Wacholderdrossel oder den Feldhasen dazunimmt, selbst mit dem Hänfling, der Seele eines Weinberges, bleibt es eine an Arten und Individuen arme Fauna.

Die unruhige Topographie der Alpen hat den landwirtschaftlichen Sanierungen Grenzen gesetzt. Die Heckenfelder von Susten, Vérossaz oder Savièse, die Äpfel- und Birnenplantagen von Chermignon und Vex, die von Suonen bewässerten Wiesen und die Kopfweidenbäume in der Ebene von Leuk-Turtmann vermitteln noch eine Vorstellung dessen, was kultivierte Biotope waren. Jedes Dorf an den Hängen zeigt ein kleines Muster dessen, was jüngst geschah: Brachland von Schilfbewachsen, Baumgärten in Espenwäldchen verwandelt, Schafweiden oder Sömmerungsplätze jetzt für Kühe aus der Ebene oder auch sorgfältig gemistete und gemähte Wiesen, geschnittene und gepflegte Hecken.

Gewiss sind einzelne Pflanzungen und Praktiken verschwunden; vergessen sind die Flachsfelder und die kleinen Weiher, in welche die wertvollen Fasern zum Rösten gelegt wurden, verschwunden sind die Parzellen mit dem goldgelben Wintergetreide, die auf Terrassen an den Sonnenhängen abseits der Wässerwasserleitungen lagen. Die wenigen Felder, die noch bepflanzt werden, sind oft zu klein, um alle Tierarten, die einst in ihnen lebten, aufzunehmen. Die Lage ist aber weniger dramatisch als im schweizerischen Mittelland, und ein Spaziergang durch den Kanton erlaubt doch hier und dort, einen Teil jeder Fauna anzutreffen, die einst das Wirken unserer Ahnen begleitete.

1926: Saxon ist noch ein Weiler auf einem Schuttkegel, geschützt vor dem Hochwasser der Rhone, die erst kurz vorher eingedämmt wurde. Wenige Wege durchziehen den Gürtel hochstämmiger Obstbäume und führen zu den Wiesen und Sümpfen der Ebene. Die Nachbardörfer scheinen im Unendlichen zu liegen. In der Ferne, oberhalb von Leytron, zeigt der fast kahle Fuss des Ardévaz, dass die Hänge durch Weidgang und Holzschlag stark ausgenützt wurden.
1985: Die Dörfer überziehen die durch Strassen unterteilte Ebene. Wiesen und letzten Sümpfe sind verschwunden wie die Bäume aus den Kulturen, während die Hangwälder wieder dichter wurden. Die Zerstückelung des schon beschränkten Raumes durch technische Bauten macht sich breit.



Elstern

Vergleicht man diese beiden Abbildungen, kann man die Stellung der Tierarten auf den roten Listen wohl verstehen: seltene Arten finden sich vornehmlich unter den Bewohnern der Sümpfe und des Kulturlandes.

In den 70er fahren waren in Riddes Braunkehlchen, Wachtel, Steinkauz und Zwergohreule schon verschwunden. An den Kanälen fanden sich Nester von Sumpfrohrsängern mit Kuckuckseier; in den Karottenfeldern wohnte die Heidelerche; der Baumpieper nistete in den niedrigstämmigen Baumkulturen, und jedes Kirschbaumhäuschen wurde durch den Gesang des Gartenrotschwanzes mit weisser Stirne angezeigt, während der Wiedehopf seine fungen darin versteckte. Dorngrasmücke und Schwarzkehlchen schliesslich fanden genügend hohes Gras und verlassene Gebiete zum Nisten. Am Fuss der Hänge brüteten 45 Paare Neuntöter in Aprikosenkulturen und am Rande der Reben. Sechs Paare Rotkopfwürger bewohnten Hochstammkulturen. Ein Hermelin, das eine Wühlmaus abschleppte, oder den Liebeslauf der Hasen konnte man ab und zu beobachten. 1993 lebten zwei Paare Wendehälse in Baumgärten, die nach den Richtlinien der integrierten Produktion genutzt werden. Fünf Paare Neuntöter Hessen sich um die einzige Wiese mit tausendfältiger Blütenpracht, erfüllt von Düfien und lärmenden Insekten, nieder, nämlich um die Transformerstation des Elektrizitätswerkes von Ecône. Das einzige Pärchen Schwarzkehlchen in der Gemeinde bewohnte das Wasserfangbecken der Autobahn: die Technik hilf der Fauna!

Ein Hauch von Afrika

Maulwurfsgrille

Gewisse Vögel der kultivierten Räume, etwa der Neuntöter und der Rotkopfwürger, lassen mit ihren lebhaften Farben an Afrika denken. Hat vielleicht der aus Mesopotamien importierte Ackerbau, ausser Unkraut auch Muster der tropischen Fauna gebracht? Der Wiedehopf mit seinem orangebräunlichen Federkleid, der schwarz-weissen Flügelzeichnung und der aufrichtbaren Fächerhaube verstärkt diese Hypothese. Sein wissenschaftlicher Name Upupa epops ahmt den Gesang upupup upupup nach und verweist auch auf den Kopfschmuck.

Ein Wiedehopf im Schwebeflug vor einem Loch in einer alten Eiche. Er füttert seine hungrigen Jungen, die den Kopf aus der Höhle strecken.

Dieser prächtige Vogel sucht für seine Brut grosse Hohlräume auf, Mauerlöcher, Dachräume von Häuschen, hohle Bäume. Solche Anforderungen sind in der Ebene schwerlich erfüllt; an den Talhängen ist es schon eher möglich. Deshalb das unaufhörliche Hin und Her des Wiedehopfs, der sein Futter mehrere hundert Meter vom Nest entfernt holt, zu dem er wieder aufsteigt, in Etappen, von kurzen Halten unterbrochen. Wegen seiner Grösse muss der Wiedehopf viel Beute machen: Jérôme Fournier hat bis zu 300 täglichen Futterlieferungen in ein einziges Wiedehopfnest gezählt. Unter den Beutetieren, die mit Hilfe eines sich selbstauslösenden Fotoapparates in der Gegend von Fully festgehalten wurden, liegen mit 60% die Raupen des Eulenfalters an der Spitze, den zweiten Platz belegen Maulwurfsgrillen. Aber gewichtsmässig machen letztere 80% aus, wogegen die Raupen 15% des Gesamtgewichtes kaum übersteigen. Natürlich fangen die Paare die günstigste Beute: die Maulwurfsgrille, die an den Hängen fast völlig fehlt, überwiegt auf der Speisekarte der Paare in der Ebene.

Mit einem langen, gekrümmten Schnabel ausgerüstet, ähnlich demjenigen der Alpenkrähe, pickt der Wiedehopf seine Beute aus dem Boden auf. Darum braucht er ein entblöstes oder nur von magerer Vegetation bewachsenes Jagdgebiet: Landwege, Spargelfelder, entgraste Rebberge, abgeweidete Wiesen. Diese Eigenschaft, die ihm erlaubt, jene Beute zu finden, die andern Vögeln unzugänglich ist, war früher ein Vorteil, heute jedoch ist sie eine Falle. Das Verschwinden der grossen Insekten, der hohlen Bäume und Trockenmauern gefährdet den Wiedehopf. Er hält sich in der Schweiz kaum mehr andernorts als im Wallis auf und auch dies in jährlich geringerer Zahl.

Die Fauna der Heckenlandschaften

Die Heckenlandschaft von Susten ist wohl eines der schönsten und reichhaltigsten Landwirtschaftsgebiete des Wallis.
Weiblicher Grünspecht füttert seine Jungen in einem Kirschbaum.

Die Hecken oder Gebüsche und die einzelstehenden Bäume, die auf den Wällen aus Lesesteinen, an Böschungen und längs von Wässerwasserleitungen erhalten geblieben sind, bilden den Raster der Heckenlandschaft. Diese landwirtschaftliche Struktur nimmt mehrere Waldtiere auf: Siebenschläfer, Eichhörnchen, Waldmaus, Kleiber, Buntspecht, Grünspecht, Gartenbaumläufer, Nonnenmeise, Amsel, Grasmücke. Aber die Heckenlandschaft erschöpft sich nicht in ihrem forstlichen Aspekt; ihre wahre Natur ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Bäumen und Wiesen, die von den seltensten und typischsten Tierarten aufgesucht werden.

Eine Untersuchung mit Hilfe von Funkpeilung hat ergeben, dass der Grünspecht als grosser Liebhaber von Ameisen, die er am Boden unter dem Gras hervorsucht, nur in lichten Wäldern, in Baumgärten und in Heckenlandschaften leben kann. Weil er wenig geneigt ist, die Bäume zu verlassen, meidet er offene Wiesen, die ihm keine Deckung gewähren; andererseits überlebt er nicht in Anlagen oder Obstgärten, aus denen die Ameisen durch zu gründliche Pflege vertrieben wurden.

Der Wendehals, auch ein Ameisenfresser, ist ein seltsamer, Höhlen bewohnender, sehr scheuer Vogel, der die Fähigkeit hat, sich wie in einen verdorrten Ast zu verwandeln, um sich der Beobachtung zu entziehen. Seinen Namen verdankt er der Fähigkeit, den Kopf übermässig stark drehen zu können. Als Vetter der Spechte nistet er in morschen Baumstämmen, benützt aber auch gerne Nistkästen. Weil er unfähig ist, sich seinen eigenen Platz auszuhöhlen, muss er gelegentlich andere Vögel vertreiben und deren Nest einnehmen. Wegen seines rindenfarbigen Gefieders ist es schwierig ihn zu sehen, es sei denn, man kenne seinen Gesang, eine Art wähd-wähd-wähd, wähd, wähd, näselnd und etwas schleppend, leicht zu unterscheiden vom kikikikikikikikiki des Kleinspechtes.

Entgegen seinem Namen nistet und ernährt sich der Baumpieper am Boden. Aber der Baum, sein Platz zum Singen, ist ein wichtiges Lebenselement. Wie die Lerche äussert der Pieper seine Lebensfreude durch steile Flüge himmelwärts. Dann lässt er sich wie ein Fallschirm fallen und singt dabei aus voller Kehle. Diese lyrische Exkursion des Baumpiepers endet jeweils auf einem hohen Posten, sei es ein Baum oder - ein elektrischer Draht. Deshalb findet man den Pieper auf baumbestandenen Wiesen, gerade auf solchen, die von der Lerche gemieden werden.

Ein männlicher Neuntöter bringt seinen fünf noch federlosen Jungen, die von der Mutter überwacht werden, eine Heuschrecke.
Zwergohreule vor dem Schlupfloch einer ehemaligen Spechthöhle in einer alten, trockenen Ulme.

Der Pieper findet seine Nahrung wie gesagt am Boden, den er eiligen Schrittes durchmisst, sich durch die Gräser schlängelnd, wenn diese nicht zu dicht oder zu hoch stehen. Der Scheibenmäher hat ihn schon längst aus der Rhoneebene verdrängt; das Entfernen der Bäume und die starke Düngung der Wiesenhaben ihn von den Hochleistungswiesen ausgestossen. Zum Glück leben noch einige Paare auf bewaldeten Weiden, an Waldrändern, sodass die Zukunft der Art gesichert sein sollte.

Einige Vögel der Heckenlandschaften kommen erst im Mai an. Der Neuntöter oder Rotrückenwürger, der letzte Vertreter seiner Familie, der im Wallis überlebt, gleicht einem maskierten Banditen. Als Insektenfresser, der von einem verborgenen Hochsitz aus jagt, ist er auf einzelstehende Büsche, Bäume und Pfähle angewiesen. Er sucht Blumenwiesen auf, die reich sind an Schmetterlingen, Käfern, Grashüpfern, Heuschrecken, Grillen und anderen gleich grossen Insekten. Bei der Heuernte konzentriert er sich auf die gemähten Wiesen, denn seine Beutetiere sind dann nicht mehr geschützt. Sein Nest versteckt er gerne in einem Stachelbusch; wenn dieser fehlt, auch auf einem Baum, aber nie sehr hoch. Bevor die Jungen schlüpfen, wird auf dem ganzen Territorium gejagt, das eine bis zwei Hektaren gross ist. Sobald aber die Küken mehr Futter heischen, schränken die Eltern ihre Aktivitäten auf einen Umkreis von 20 bis 30 m ums Nest ein, um die Verschiebungen zu verkleinern.

Seine bescheidenen Anforderungen erlauben ihm, regelmässig auf 1500 m ü. M., gelegentlich sogar bis 1700 m, zu nisten. Aber in der Ebene tritt er nur noch sporadisch und vereinzelt auf.

Mähwiesen, Hecken, hochstämmige Obstbäume, tote Bäume, Gärten und Brachen erfüllen die Bedingungen, die der Zwergohreule das Überleben ermöglichen.

Als Nachtvogel bewohnt auch die Zwergohreule die traditionellen Kulturen, Hochstammobstgärten, Heckenlandschaften, Kopien afrikanischer Savannen. Sie übernimmt sozusagen den Nachtdienst der Würger. Wir wissen, dass sie als Kleinste ihrer Familie in den Obstgärten des Mittelwallis und in den Heckenlandschaften des Südhanges zwischen Fully und Siders lebte und sogar inmitten unserer Dörfer und kleinen Städte nistete, so in Sitten, Siders und in Erde bei Conthey, wo sie die Nächte mit ihrem melancholischen und zärtlichen Singsang erfüllte. Sie hielt sich bei uns nur während sechs Monaten im Jahr auf und bewohnte hochgelegene, sonnige und reichhaltige Plätze, die ihr das Überleben bis heute ermöglichten. 1993 lebten noch nicht ganz zehn Paare Zwergohreulen in der Region Savièse-Arbaz-Grimisuat-Ayent. Sie ernährt sich von Grünen Heupferden und Nachtfaltern. Nur selten erwischt sie eine Waldmaus oder einen Vogel. Im Winter zieht diese Insektenfresserin in die tropischen Savannen.

Die Zaunammer ist ein schüchterner Vogel, leichter zu hören als zu sehen: kaum hat man sie entdeckt, flieht sie. Ihre Verbreitung in der Hügelzone ist sich gleichgeblieben, aber die Dichte hat abgenommen, und in der Ebene fehlt sie völlig. Ihre Ruhmeszeit erlebte sie zur Zeit der Hochblüte der Aprikosenplantagen. Sie bewohnt eher Gärten mit Niedergehölz als Wiesen und grosse Obstplantagen. Auf den ersten Blick ist sie nicht sehr verschieden von ihrer Kusine Goldammer. Doch dieser zitronengelbe Vogel bleibt regelmässig verbreitet, und man kann ihn im Winter dutzendweise auf Stoppelfeldern beobachten. Einige Büsche und Getreidefelder genügen ihm. Deshalb ist er, zum Beispiel in Le Châble, Lens und Chermignon präsent, während es unnütz ist, ihn in Vex zu suchen.

Kernbeisser

Der Kernbeisser besucht Futterstellen, wenn viel Schnee liegt. In den übrigen Jahreszeiten begnügt er sich mit den Flügelfrüchten der Esche und des Ahorns sowie mit Kirschsteinen. Dieser bunte Dicksack wird überraschenderweise fast nicht beachtet. Zum Glück verrät ihn sein durchdringendes zipp. Nicht sehr zahlreich, dürfte er in der Region der Laubbäume verbreitet sein, und es geht ihm gut, ausser in der Ebene. Seinen Namen hat er erhalten, weil sein grosser, konischer Schnabel es ihm ermöglicht, einen Druck von mehr als 40 kg auszuüben und sich so an Kirschenkernen gütlich zu tun.

Das Eigenschaftswort im Namen bestätigt, dass der Kleinspecht auch wirklich der kleinste unserer Spechte ist. Uferwälder sind seine bevorzugten Aufenthaltsorte, aber auch Hochstammkulturen und Heckenlandschaften. Im Winter hört man nicht viel von ihm. Es ist wahr, ohne sein kikikikikiki im Frühling würde man diesen Liebhaber zarter Zweige kaum bemerken.

Nebelkrähe

Die gemeine Rabenkrähe ist nicht so stattlich wie der Kolkrabe. Sie teilt ihr Biotop mit der Elster. Sie ernährt sich aufwiesen und Äckern und baut ihr Nest auf Bäumen, gelegentlich auch auf Metallmasten. Bezüglich Ästhetik und Musikalität ist sie unterentwickelt. Es gibt sie noch in der Unterart der Nebelkrähe, die vorwiegend im Süden und Osten Europas lebt, während die Rabenkrähe den Norden und Westen bevorzugt. Weil das Wallis nahe dieser Grenze liegt, hat man regelmässig das Vergnügen, eine Nebelkrähe zu sehen: den schwarzen Vogel, der einen grauen Schal trägt. In mehreren grossen Täler leben die Krähen sehr hoch und nisten gelegentlich auf 2200 m ü. M.

In der Region von Leuk bewohnt eine Grasmücke aus dem Süden, die Orpheusgrasmücke, mit dem von Elfenbein umringten Auge und dem unvergesslichen Gesang, alte Hecken. Sie ist unserem Kanton treu und kommt jedes Jahr in kleiner Zahl. Kaum einmal hat man den Sänger in der Gegend von Vex gehört. Schmuckstück der Toscana, möge sie noch lange zu uns kommen, um uns von der zarten Schönheit dieses Landes zu erzählen.

Eidechsen, Schlangen und Blindschleichen

Eine männliche Zauneidechse beschnuppert ein braunes Weibchen. Dieser Gartenbewohner am Rande der Dörfer erträgt die Raublust der Hauskatzen schlecht.
Die Äskulapnatter mit ihrem wunderschönen Kupferglanz ist die grösste unserer Schlangen. Als Räuberin kleiner Säugetiere und Sperlinge klettert sie mit Leichtigkeit auf Bäume.
Die Aspisviper erkennt man an der senkrecht gespaltenen Pupille, der Stupsschnauze und der schwarzen Zickzacklinie auf dem Rücken.
Eine Waldspitzmaus frisst eine Heuschrecke.

Hecken wurzeln oft in einem Haufen Steine, die man Jahr für Jahr an den Rand der Felder wirft. Im Schutz dieses Labyrinthes leben Igel, Spitzmäuse, Wühlmäuse und Eidechsen. Viele Leute verwechseln die gedrungene, stämmige Zauneidechse mit ihrer Kusine, der Smaragdeidechse. Zwar zeigt das brünstige Männ-chen der Zauneidechse auch eine blaue Kehle, aber sie meidet trockene Orte. Man trifft sie oft in Umgebungen, die vom Menschen bearbeitet wurden: in Gärten, Obstgärten, an Böschungen von Kanälen, im Brachland, am Saum des Nordhanges. Selten ist sie an Hängen, wo sie dann aber feuchte Zonen aufsucht.

Die Blindschleiche, die lichtscheueste unter den Reptilien, setzt sich wenig der Sonne aus und lebt in eher kühlen und feuchten Biotopen. Sie ist weit verbreitet, wenig spezialisiert und findet sich bis auf 1500 m ü. M. Sie reagiert sehr empfindlich auf das Abbrennen von Feldern, das Mähen von Böschungen und chemische Unkrautvernichtung. An gewissen Orten ist sie sehr zahlreich. Jean-Marc Pillet hat in Collonges 150 auf einer halben Hektare gezählt! Um ihre Temperatur zu regulieren, sucht sie oft Schutz unter Schieferplatten und grossen Steinen, herumliegenden Blechen und Brettern. Da jagt sie Asseln und Nacktschnecken. Auf der Suche nach Regenwürmern und Spinnen kriecht unsere einzige fusslose Echse gerne in dicke Haufen aus totem Laub oder Humus.

Die Angst, die sie auslöst, veranlasst viele Leute, in jedem Reptil eine Viper zu sehen. Aber die Aspisviper tritt nie so häufig auf, wie behauptet wird. Im Wallis ist ihre Dichte umgekehrt proportional zu derjenigen der Äskulapnatter, was vielleicht mit dem Wettstreit ums Futter erklärt werden könnte: in Regionen mit ausgesprochen kontinentalem Klima ist die Viper zahlreicher als die Natter. So findet man oberhalb von Pfyn (600 mm jährliche Regenmenge) die Viper in Lebensräumen, welche im Chablais (1000 mm jährliche Regenmenge) von der Äskulapnatter bewohnt werden. Weil die Natter 1500 m kaum übersteigt, kann sich die Viper über dieser Höhenlage vermehren. Die Viper sucht mit Vorliebe Dornbüsche auf, die auf Geröllhalden wachsen. Auf Trockenhängen weicht sie dem Schatten der Eichenwälder aus, wie sie auch Steppen mit deckungslosem Boden meidet; sie liebt die Rhoneufer nicht, denn dort lebt die Äskulapnatter, die Überschwemmungen überlebt, weil sie fähig ist, auf Bäume zu klettern. Mauereidechsen bilden die Ernährungsbasis der jungen Aspisvipern. Doch die erwachsene Viper jagt vornehmlich Kleinsäuger, die sie mit einem Biss ihres Giftzahns tötet. Gelegentlich begegnet man braun-schwarz gefärbten Aspisvipern. Ihre dunkle Färbung könnte thermische Vorteile bieten bei schlechtem Wetter, die Erkennung durch Raubtiere hingegen erleichtern.

Die Spitzmäuse und die Waldmäuse schätzen den Schutz einer dicken Laubschicht oder Hecken. Wenn man auch gelegentlichdas schrille Piepsen der Spitzmäuse in Grashaufen hört, so sieht man doch häufiger auf Wegen ihre Kadaver, weil ihre Räuber sie nicht sehr appetitlich fanden. Im Wallis unterscheidet man drei Gruppen von Spitzmäusen: die braunen Spitzmäuse mit weissen Zähnen (Crocidura), die braunen Spitzmäuse mit roten Zähnen {Sorex) und die auch im Wasser lebenden schwarzen und weissen Spitzmäuse (Neomys).

Unter den Crociduren war früher offenbar einzig die Feldspitzmaus heimisch, die heute nur noch feuchte Orte bewohnt, weil sie von der Hausspitzmaus verdrängt wird, die das Rhonetal aufwärts zieht und sich in Kulturen und Dörfern niederlässt. Bei den Sorex ist die Waldspitzmaus am häufigsten, und zwar in der Ebene wie in den Bergen. Die Untersuchung ihrer Chromosomen ermöglichte, zwei Arten zu erkennen, die eine im Mittelland und in den Voralpen lebend, die andere in den Alpen. Zu den Sorex gehören noch zwei weitere, seltenere Arten: die Alpenspitzmaus, schwarzgefärbt, mit langem Schwanz, lebt in Bergwäldern, während die Zwergspitzmaus offenes Gelände vorzieht.

Die Fauna der Hochstamm-Obstgärten

Die Kulturen hochstämmiger Obstbäume auf Wiesengelände nahmen einst grossartige Spezialisten auf, die in der Heckenlandschaft fehlten: Rotkopfwürger und Steinkauz. Als sich der Steinkauz noch in der Ebene herumtrieb, hörten unsere Ahnen in seinem melancholischen guu-ah guu-ah und im abendlichen kiU kiU eine Todesbotschaft. Gewiss, mit seinem abgeflachten Kopf, seinen goldgeränderten Augen, musste der kleine komische Kerl, der sich ruckweise bewegt, um besser sehen zu können, den Beobachter überraschen. Aber sein weicher Klageruf ertönt nicht mehr im Wallis: dieser Kauz, der in den Bergen wegen des Schnees nicht überleben kann, findet im Talgrund keine geeigneten Biotope mehr. Wenn diese Vögel wirklich den Tod anzeigten, so war es ihren eigenen. Meinen letzten Walliser Steinkauz sah ich 1980 in Form eines Oberarmknochens — eines Flügelknochens - in einem Habichtshorst am Hang von Vex.

Bis 1960 war jedes Dorf von hochstämmigen Obstbäumen umgeben, sodass Mähen und Weiden möglich waren. Bild von Magnot aus den 70er Jahren.
Ansicht der Obstgärten von Lalden (um 1984).


Ein Paar Rotkopfwürger im Nest auf einem Nussbaum. Das Männchen, farbintensiver als das Weibchen, im Vordergrund. Man erkennt auch einen Jungvogel, der Kot aussrösst.

Zu Beginn dieses Jahrhunderts bewohnten drei Würgerarten, der Rotkopfwürger, der Raubwürger und der Neuntöter, die Kulturen im Tiefland, wo abwechslungsweise Wiesen und hohe Bäume oder Büsche, Obstbäume oder Hecken standen.

Der Rotkopfwürger, der schönste von den dreien, mit dunklen, weissgefleckten Flügeln, rostrotem Kopf und hellroter Brust, war an die hochstämmigen Obstbaumhaine gebunden, an Apfelbäume, Birnbäume, Kirschbäume, gleichgültig was, wenn nur die Bäume genügend weit auseinander standen, um ihm eine Jagd aufSicht, von einem erhöhten Standort aus, zu ermöglichen. Seine Verbreitung reichte von der Ebene bis auf 1000-1200 m ü. M. am Sonnenhang; er hat nie in den Tälern südlich der Rhone oder am linksufrigen Hang genistet. Wenn man auf einem benachbarten Baum sitzend sein Nest beobachtete, äusserte er seine Unruhe mit einem rauhen Schrrrrrrret und nervösen Kreisbewegungen mit seinem weissumrandeten schwarzen Schwanz. In den Jahren um 1970 nisteten noch etwa zwanzig Paare zwischen Riddes und Siders. Die sechs Paare von Riddes verschwanden mit dem Baumgarten, den sie bewohnten. Mit der Erschliessung der Bauzonen kamen die Populationen von Uvrier und Magnot dran.

Raubwürger

Der Raubwürger, der grösste im Trio, war nur in der Ebene anzutreffen, nistete noch 1950 auf den Pappeln und jagte in den umliegenden Wiesen.

Elster

Die Elster, die vom flüchtigen Beobachter als schwarz-weisser Vogel wahrgenommen wird, gehört zur Familie der Rabenvögel. Wie Eichelhäher und Tannenhäher weigert sich die Elster, nur schwarz zu sein: von nahem und an der Sonne funkeln ihre Federn und leuchten tannengrün bis dunkelblau. Sie bewohnt Heckenkulturen, hat sich aber auch sehr gut an Villenquartiere gewöhnt, wo sie Bäume und Nahrungsreste findet. Ihr Vorkommen in den Bergen, beispielsweise in Derborence, in Villa oberhalb von Evolène oder auch in Verbier und auf der Riederalp, an Orten also, die vor 40 Jahren noch nicht besiedelt waren, zeugt von der Lebenskraft dieser Vogelart.

Die Fauna der Wiesen und Getreidefelder

An einem schönen Tag Ende April ertönt der melodiöse Gesang des Braunkehlchens wie die in Musik umgesetzte Pracht einer Blumenwiese. Wie der Baumpieper nistet dieser kleine Sperlingsvogel am Boden, wie die Feldlerche bevorzugt er ausgedehnte Wiesen ohne Bäume. Er braucht hohes Gras, Doldengewächse, hie und da einen Busch oder Zaunpfahl als Singplatz, um sein Territorium zu markieren, oder als Jagdsitz. Selbst dichtes Gras behindert ihn nicht, denn er schnappt sich seine Beute nach kurzem Flug. Leider wird er immer seltener, weil die überdüngten Wiesen an Blumen und Insekten ärmer werden. Die frühen und wiederholten Heuernten lassen ihm nicht mehr genügend Zeit, um seine Brut aufzuziehen. Er verlässt auch diejenigen Wiesen, die man brachliegen lässt, in Bauparzellen aufteilt oder in Sportplätze verwandelt. Schliesslich ist noch der Weidebetrieb zu erwähnen, der zwar offene Flächen bietet, durch den aber zahlreiche Nester zertreten werden. Zum Glück bewohnt das Braunkehlchen einige Vorposten rund um die Alpweiden.

Das Leukerfeld zeigt, wie komplex die für Fauna und Flora geeigneten Landwirtschaftsgebiete sind. Wiesen und Getreidefelder ermöglichen hochspezialisierten Vogelarten das Leben. Wachtel, Braunkehlchen, Feldlerche und Grauammer nisten hier noch.

Die Wachtel kommt erst im Mai und lebt hauptsächlich in der Rhoneebene. Ihr Schicksal hängt ab von geeigneten Wiesen und Getreidefeldern, wo sie ihre Eier legt; die Gegenden von Ardon und Sitten sind seit Jahren verwaist. Ihr pick per-wick pick perwick ist noch in der Ebene von Leuk-Turtmann zu vernehmen, aber René-Pierre Bille würde sagen, dass es sich nicht mehr lohnt, sie mit Sie anzusprechen, so selten ist sie geworden. In der gleichen Gegend leben die letzten Walliser Paare einer plumpen Ammerart, die ihren eintönigen Klageruf von einer Kopfweide herunter oder im Flug, mit hängenden Beinen, ertönen lässt: die Grauammer, die in den 70er Jahren in Martigny und Ardon nistete. Etwa zehn Jahre früher verkündete der Wachtelkönig, ein Verwandter der Wasserralle, in denselben Wiesen noch seinen lateinischen Namen crex crex. Vergangene Zeiten...

Es gab früher auch das Rebhuhn, in Getreidefeldern, die durch Brachland und niedrige Hecken unterbrochen wurden. Es überlebte den Winter, indem es sich von jungen, grünen Trieben des Winterweizens ernährte. Für seine nestflüchtenden Küken fand es unzählige Insekten und kleine Wirbellose in den Brachen. Schliesslich sammelte es im Herbst verlorene Getreidekörner oder Samen von Unkräutern. Die Rodung von Hecken sowie die Insekten- und Unkrautbekämpfung mit Chemikalien machten die Rebhuhnjagd bald überflüssig. Mit der Aussetzung von Rebhühnern aus Zuchten, die nur zu oft neue Krankheiten einschleppen, wird man die Situation in der heute so sehr veränderten Landschaft nicht retten können. Dieses Wildhuhn wird unser Land erst wieder besiedeln, wenn der Gebrauch von Bioziden drastisch eingeschränkt wird, mindestens am Rand der Getreidefelder und unter der Bedingung, dass die Heckenstrukturen wieder erstellt werden; denn die streitbaren Männchen ertragen nur unsichtbare Nachbarn.

Feldlerche auf junger Saat.
Der Waldlaubsänger suchr hohe Gehölze auf, wo die grossen Bäume über wenig enrwickelrem Unterholz stehen: Buchenwälder, Ufergehölz bei Pfyn und Lärchenwälder.

Sogar die so berühmte Feldlerche steht auf der roten Liste. Sie fühlt sich wohl aufweiten Wiesen ohne Bäume und Büsche, in Getreidefeldern, Karottenfeldern oder im Alpengras; sofern der Boden nicht zu feucht ist, kann sie gut auf über 2000 m steigen, denn der höchste Sänger wurde auf 2700 m, auf dem Plateau von Lona, gehört. Dem Baumpieper ähnlich verliert sie sich im blauen Himmel, um ihre Melodie zu trillern und sich dann fallschirmartig fallen zu lassen. Am Boden angelangt, beendet sie den Gesang und sucht dort nach Nahrung. Im Wallis haben Treibhäuser und Plastiktücher, das unaufhörliche Vorbeifahren der Traktoren, das Verschwinden der Grasränder an Wegen und zwischen Parzellen sie aus den Kulturen vertrieben.

In der Regel belegt jedes Paar einen Raum von 1 bis 8 ha; eine hohe Dichte wird durch enge Parzellierung gefördert. Mit der Vergrösserung von Parzellen werden die Lerchen an den Rand der Felder verdrängt, was ihre Dichte verringert.

Die Turmdohle baut ihr Nest aus Zweiglein an Felswänden oder hohen Gebäuden. Wie alle Rabenvögel sucht sie ihre Nahrung am Boden, auf Feldern und Wiesen sowie auch in Städten und auf Deponien. Bis vor kurzem noch lebten Walliser Kolonien im Turm von La Bâtiaz, um die Kirche von Valeria, auf dem Stockalperpalast und in vielen Felsen wie an den Wänden von Saint-Maurice, Vex, Inden, in den Schluchten des Trient, der Lizerne, der Printse und an den Bunkern von Follatères. In Bex teilte eine Kolonie die Felswand von Sous-Vent mit Turmfalken: welche Streitereien! Im Juni belagerten die Dohlen die Kirschbäume am Fuss der Felswand und zeigten dem Beobachter ihre grauen Genicke und elfenbeinfarbenen Augen. Diese Kolonien sind verschwunden wie Schnee an der Frühlingssonne. Vorbei sind die lärmigen Flüge oberhalb von Magnot, die abendlichen Versammlungen am Schlafplatz von Tourbillon. Die wenigen Paare, die noch hier und dort im Kanton nisten, bilden keine grossen Schwärme mehr und das mit gutem Grund !

Männlicher Ortolan beim Singen.
Landwirtschaft im Obergoms.

In den Glanzzeiten beherbergte das Wallis das höchstgelegene Turmdohlennest Europas. Das Pärchen nistete auf 2000 m oberhalb von Leuk. Wahrscheinlich ging es aus der benach-
barten Kolonie von Inden hervor, mit der es die Futterplätze in der Rhoneebene teilte. Dieses Paar führte mehrmals täglich ausserordentliche Flüge aus, um seine Jungen zu ernähren.

Ein weiterer Vogel landwirtschaftlicher Kulturen wird selten: der Ortolan. Den Kopf des Ortolans erkennt man an seiner olivgrünen Farbe, dem gelben Augenring, dem gleichfarbenen Schnäuzchen und Bärtchen. Man erkennt ihn aber vor allem an seinem melancholischen tsie tsie tsie tsie tsie, trüh. Dieser Vogel der kleinen Felder und Gärten, der früher in der Rhoneebene sehr verbreitet war, lebt heute nur noch am Fuss der Sonnenseite und in einigen linksufrigen Tälern, wo er noch die glückliche Kombination aus Überfluss an Insekten - vorwiegend Feldgrillen und Heuschrecken — und reicher Körnerernte vorfindet. Die ersten füttern ihr Gelege im Frühling, wenn Körner - vorwiegend Hafer — die Bildung von Fettreserven für den Flug nach Afrika ermöglichen. Dort verweilt er vom September bis April.

Diese Vogelart hat noch einen reichlichen Bestand in BergjiPlatten oberhalb von Leuk, wo sie ihr Biotop mit der Zippammer teilt. Es ist interessant, die Strategie der beiden Vettern zu vergleichen. Peter Keusch hat entdeckt, dass die Zippammer mit ihrem blau-grauen Kopf, der beim Männchen schwarz gestreift ist, ausschliesslich an Trockenrasen gebunden ist. Im Winter fliegt die Zippammer in kurzen Etappen ins Mittelmeergebiet, lässt allerdings einen Teil der Männchen bei uns zurück und kehrt frühzeitig wieder. In gewissen Jahren erleiden die Populationen grosse Verluste, die sie aber durch die Aufzucht von zwei bis drei Gelegen während einer ausgedehnten Vermehrungszeit, die sehr früh beginnt, kompensieren.

Der Ortolan kommt spät aus Afrika und kann jedes Jahr knapp ein einziges Gelege grossziehen, weil er im Sommer sein Gefieder erneuern muss, sodass es wieder für 4500 km Reiseweg hält. Ferner ist in dieser späten Jahreszeit die Bodentemperatur so hoch, dass er keine Eier mehr legen kann. Trotz dieses Ortswechsels ist sein Überleben im Winter sichergestellt. Alles in allem halten sich beide Arten in Dichten, die der verfügbaren Fläche angemessen sind. Während die Ortolane überall abnehmen, hat sich ihr Bestand in Bergji-Platten oberhalb von Leuk in zwei Jahren verdoppelt dank den neuen Biotopen, die durch die Waldbrände entstanden sind.

Der Buchenwald

Wer hat nicht schon, und wäre es auch nur ein einziges Mal, das feurige, flammende Leuchten des Herbstes im Val Triqueut oder das zarte Grün der sich entrollenden Blätter im Chablais gesehen? Durch sein mit Bärlauch belegtes, von Blausternen durchsetztes Unterholz kündigt der Buchenwald dem Botaniker den Frühling an. Und die Fauna? Im Winter, wenn die Blätter am Boden liegen und die Buchen lediglich ihren glatten Stamm anbieten, beschränken sich die Nahrungsressourcen auf die Buchecker, die den Boden bedecken. Der Wald leert sich, falls Schnee fällt, werden die Vögel warten müssen, bis Wildschweine den Boden freischarren. Deshalb muss man die warme Jahreszeit wählen, um diese Umgebung aufzusuchen: sonnenbeschienene Lichtungen, Waldränder und Schneisen, mit zahlreichen Büschen voller Blüten und hohen Gräsern besetzt, locken viele Schmetterlinge an: Kaisermantel, Perlmutterfalter, Trauermantel, C-Falter, Gelbringfalter.

Siehe auch